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Termin Informationen:

  • Do
    10
    Mai
    2018

    [:de]Antifa-Café: Die Rolle der deutschen chemischen Industrie im 1. und 2. Weltkrieg[:en]Antifa-Café[:]

    7:00 pmNordpol

    [:de]

    Der Tod ist ein Meister aus Deutschland – Die Rolle der deutschen chemischen Industrie im 1. und 2. Weltkrieg

    Prozesse wie der Haber-Bosch-Prozess zur Herstellung von Ammoniak (auch heute noch einer der wichtigsten chemischen Prozesse) waren Meilensteine der Wissenschaft, allerdings ermöglichten diese Prozesse mörderische Kriege unter häufig unrühmlicher Beteiligung ihrer Erfinder. Der Vortrag soll die wissenschaftlichen Fortschritte dieser Zeit in ihren jeweiligen politischen Kontext einordnen und einen Einblick in die engen Kontakte zwischen der chemischen Industrie und den unterschiedlichen deutschen Machthabern geben. Welche Verbindungen gibt es zwischen Giftgaseinsätzen, Zwangsarbeit und dem Holocaust zu Konzernen, deren Namen auch heute jede*r kennt? Neben der im Vortrag schwerpunktmäßigen behandelten enormen Bedeutung und Schuld der chemischen Industrie an den Katastrophen und Verbrechen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, soll die Aufarbeitung und der Umgang der Konzerne mit ihrem Erbe betrachtet werden, sowie die Verantwortung und Konzepte der Wissenschaft gegenüber ihrer eigenen zerstörerischen Kraft diskutiert werden.

     [:en]Das Antifa-Café im Nordpol. Monatlich Vorträge, Lesungen, und anderes.

    Im Januar: Kampf um Katalonien. Demokratische Revolution oder bornierter Regionalismus?

    Den vielzitierten Kampf um die Bilder hat die katalanische Unabhängigkeitsbewegung klar für sich entscheiden können. Spanische Polizeieinheiten prügeln auf alte Menschen ein, die nichts tun wollen, als Wahlzettel in eine Urne schmeißen. Aber reicht die Rolle als Underdog um sich mit den Katalanen zu solidarisieren? Was bezwecken diese eigentlich mit der Abspaltung? Ist das noch irgendwie links oder nur dumpfer Nationalismus?

    Auf der anderen Seite steht der spanische Zentralstaat, dem ein spanischer Journalist kürzlich einen „unerträglichen Gestank nach schlecht verheiltem Franquismus“ beglaubigte. Den auf den Demonstrationen gegen den „independentismo“ laufen Regierungsmitglieder neben bekannten spanischen Neonazis. Dabei wollen die doch nur die Verfassung beschützen. Und nach der darf sich Katalonien eben nicht abspalten. Beim Wort Verfassung salutieren dann auch die meisten deutschen Kommentatoren still und heimlich und argumentieren, das Referendum sei eben laut Konstitution illegal gewesen. Aber anscheinend hat die katalanische Linke auch ein Problem mit eben jener Verfassung.

    Das Tauziehen um Katalonien wird oft nur noch als ein Machtspiel zweier älterer Herren in Anzug dargestellt. Auf der Veranstaltung wollen wir einen kritischeren Blick wagen und die Hintergründe des Konflikts beleuchtet und dabei Chancen, aber auch Gefahren der Bewegung für Katalonien diskutieren.

     

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